DER ROMAN-FLEUVE DES
21. JAHRHUNDERTS


2015, 70 x 30 cm
Textobjekt

Mechanische Schreibmaschine
mit Kohledurchschlag auf
dünnem Toilettenpapier


Konzept, Text, Objekt:
Jens Höffken


Ausstellungen:

Frühstück in Zeiten
der Dekadenz,
Jens Höffken, Galerie BB15, Linz, 2015


   
   
   





Der berühmteste "Roman-Fleuve" ist Prousts "Suche nach der verlorenen Zeit". Dieses Genre war der Versuch, die Gesellschaft einer Epoche an einem bestimmten Ort und zu einer bestimmten Zeit beinahe fotografisch genau zu beschreiben.

In den 1960ern unternahm Hubert Fichte den letzten Versuch eines Hamburger Roman Fleuve.

Inzwischen ist die Gesellschaft nicht mehr in den "literarischen Griff" zu bekommen und für Projekte von annähernd zehntausend Seiten fehlen zudem die Leser.

Jens Höffken verdichtet die Gegenwart auf den Verlust dieser Ausdrucks-Möglichkeit und schreibt den letzten Roman-Fleuve:

Den Roman-Fleuve des 21. Jahrhunderts - auf drei Blättern Toilettenpapier.